Nachts
in Beirut
Auf der Straße dröhnen die Demonstranten,
in den Clubs die Bässe, für die arabischen
Künstler ist die Stadt der letzte Zufluchtsort:
Um wirklich zu verstehen, was im Nahen Osten passiert,
muss man nur eine Nacht in der libanesischen Hauptstadt
verbringen.
Von Esma Annemon Dil
Als ich in Beirut ankam, ging ich direkt ins "Crystal":
Im bekanntesten Club der Stadt verwischen die Spuren
des Krieges, die Menschen feiern: Champagnerlaune,
hochgereckte Arme, dekoriert mit Schweizer Uhrmacherkunst.
"Hi, was denkst du über die Hinrichtung
von Saddam Hussein ausgerechnet heute?", sagt
einer, den ich nicht kenne. Interessante Anmache.
"Habibi, schau dir das an!" Ich sehe den
Erhängten auf dem Handydisplay. "I love
life!", ruft der DJ, und dann, noch mal auf Französisch,
"J'aime la vie!" - "I love life!",
ruft die Menge zurück, und das ist nicht nur
der Schlachtruf des Beiruter Nachtlebens, sondern
auch der Slogan der nach der Ermordung des libanesischen
Ministerpräsidenten Rafiq al Hariri entstandenen
antisyrischen Bewegung des 14. März, die man
hier auch Gucci-Revolution nennt.
Politik und Party liegen dicht beieinander in Beirut.
Vielleicht sind dies die letzten Tage vor einem Bürgerkrieg,
einige, die die Lage ganz schwarz sehen, behaupten
sogar, man werde sich an diese Tage erinnern wie an
Teheran 1979, kurz vor der islamischen Revolution.
Die letzten Tage der großen Dekadenz. Die letzten
Tage der Freiheit. Freunde hatten mich davor gewarnt,
ausgerechnet jetzt nach Beirut zu fahren; es sei gefährlich,
und es sei nicht mehr so wie damals. Es waren wilde,
sorglose Wochen, die ich 2004 an der Levante verbracht
hatte; Erinnerungen an Feste bis zum Morgengrauen,
in ehemaligen Bunkern oder über den Dächern
der Stadt. An Beachclubs mit weißen Sofalandschaften,
Cocktails, Massagen. Der Künstler Tony Chakar
nennt diese Momente "das gnädige Antlitz
von Beirut", das Gelegenheitsbesuchern den Eindruck
einer unbeschwerten Stadt vermittelt.
Wie recht er hat: Als ich jetzt, am Abend vor Silvester,
in Beirut ankam, trieb das Meer schmutziges Öl
an leere Strände, Überreste des letzten
Krieges. "Es wäre aber sowieso zu kalt zum
Baden", sagt der Taxifahrer, der uns zum Hotel
bringt. Wir passierten Straßensperren und Panzer
und wurden bis zur Ankunft zweimal kontrolliert. Wenn
ich Lust gehabt hätte, noch mal eine Stunde zu
fahren, hätte ich an einem Abend zu drei Hochzeitsgesellschaften
gehen können; denn all die, die ihre Trauung
im Sommer wegen der Bombardements verschieben mussten,
holen sie jetzt nach - und das Feiern auch.
"Wer von euch kommt aus London?" Wieder
Jubel und viele Hände. "Wer aus Paris? Dubai?
New York?", ruft der DJ. Kaum jemand von denen,
die im "Crystal" feiern, wohnt noch in Beirut,
nur gelegentlich treffen sich die privilegierten Cliquen
hier, wenn sie aus den Metropolen der Welt in die
Heimat einfliegen. Zwölf Millionen Libanesen
befinden sich im Exil, dreimal mehr als im Zedernstaat
selbst.
Von den vielen, die vor einigen Jahren mit ihren "Ivy
League"-Diplomen und großen Zukunftsvisionen
in den Libanon zurückgekehrt waren, emigrierten
seit Sommer erneut mehr als hunderttausend. Auch eine
meiner Freundinnen lebt jetzt wieder in New York.
Noch im vergangenen Juli hatte sie an den Verträgen
für ein libanesisches Tourismusprojekt mit dem
Volumen von einer knappen Milliarde Dollar gearbeitet,
bis plötzlich, mitten in der Hochsaison, der
Krieg ausbrach. "Fast alle guten Hotels waren
zu diesem Zeitpunkt ausgebucht, es wäre unser
bestes Jahr geworden", erzählt Jihane Khairallah
Sakr, Geschäftsführerin des "Albergo",
am nächsten Morgen beim Tee. "Nachdem alle
Gäste von ihren Botschaften evakuiert worden
waren, logierten hier bis Weihnachten bloß noch
Journalisten und Geschäftsleute. Insgesamt verloren
25 000 Menschen in unserer Branche ihren Job."
Das kleine Luxushotel im Stadtteil Ashrafieh konnte
auch mit geringerer Auslastung geöffnet bleiben,
im Gegensatz zu den großen an der Corniche.
Es ist ein verregneter Tag, den ich am Telefon verbringe,
um mich mit denen zu verabreden, die noch hier sind,
mit denen, für die Beirut der Fluchtpunkt ist,
eine bedrohte Insel der westlichen Lebensweise und
Liberalität in der arabischen Welt - kein Wunder,
dass Filmemacher, Architekten und Schriftsteller sich
hier versammeln. Wie in einem Brennglas treffen sich
im Libanon alte Intellektuelle und neue Radikale,
und wer begreifen will, was wirklich passiert in der
arabischen Welt, muss nur ein paar Tage und Nächte
im vom Krieg gezeichneten Beirut verbringen.
Später holt mich eine Bekanntschaft des vergangenen
Abends zu einer Party bei seinen Schulfreunden ab.
Marc ist Schönheitschirurg in den Vereinigten
Staaten und Druse - eine islamische Sekte, die ismailitische
und gnostische Ideen verbindet und in die man nur
hineingeboren werden kann. "Hier, das ist unsere
Zentrale", sagt er und zeigt auf einen Prachtbau
mit Säulen. "Innen sieht es ganz schlicht
aus, keine Kirche im üblichen Sinn. Mein Vater
geht mehrmals die Woche hin, meistens zu Beerdigungen.
Sie funktionieren wie ein Cocktailempfang."
Mit Marc fahre ich zu Talal, der Schiit ist, um die
dreißig und Unternehmensberater. Wie alle unverheirateten
Libanesen wohnt er noch bei seinen Eltern. Auch Akademiker
führt erst die Ehe in die Unabhängigkeit
- und offenbar wirken der Druck, endlich ein eigenes
Leben aufbauen zu wollen, zusammen mit der drohenden
Todesgefahr in Beirut stimulierend auf die jüngeren
Bewohner der Stadt. "Geht da was?", erkunden
Augen aus der Ferne, Hände tasten im Vorbeidrängen
und Lippen beim Begrüßungskuss. Der Drang
zu überleben entfacht auch andere Triebe. "In
unserer Situation herrschen Instinkte über den
Wunsch nach Kultiviertheit", wird mir später
Nadim Karam, ein in London und Beirut ansässiger
Architekt, erklären.
Zu welcher der achtzehn Splitterreligionen des Libanons
man gehört, spielt beim Dating keine Rolle; alle
müssen tricksen, um eine ganze Nacht miteinander
verbringen zu können. "Einerseits nervt
diese Doppelmoral, andererseits belebt sie die Beziehung",
sagt die Investmentbankerin, die heute Abend auf der
Party auf einen Heiratsantrag von ihrem Freund hofft.
Erst mal dreht sich aber alles um den Mann, der im
Fernseher zu sehen ist. "Ruhe", ruft jemand,
"der Hellseher!" Manche zücken Block
und Stift, um bei der Live-Übertragung mitzuschreiben.
Das Land hängt an den Lippen des prominenten
Wahrsagers Michel Hayek; seit er den Absturz der Raumfähre
Challenger, den Tod von Prinzessin Diana, die Attentate
auf Rafik Hariri und Gebran Tueni sowie die Zwischenfälle
des letzten Sommers vorhergesagt hat, lassen sich
sogar Politiker und Unternehmer von ihm beraten. Eigentlich
wollte der Neununddreißigjährige seine
Visionen für 2007 für sich behalten, trat
dann aber doch vor die Kamera. Nachdem Hayek gesprochen
hat, ist es still. Keine Böller an Silvester,
"unser Himmel war schon oft genug unter Beschuss",
erklärt Mary, die den christlichen Maroniten
angehört und mit Michel Aouns Hizbullah-Koalition
sympathisiert. "Achtung, sie ist eine von denen!",
sagt Marc, der Druse, und zeigt in Richtung der Demonstranten
in Downtown. Ein sunnitischer Computerspezialist schreit:
"Terroristin!"
"Du Arsch", erwidert Mary, dann küsst
sie ihren Verlobten.
Wir fahren nach Downtown. Die restaurierte Innenstadt
wirkt mit ihren Luxusgeschäften unwirklich wie
eine Filmkulisse, die Zelte der Demonstranten, die
aus allen Teilen des Landes gekommen sind, um gegen
die Regierung zu protestieren, sehen aus wie eine
Christo-Installation. Eine geschmückte Tanne
steht hier für die christlichen Aoun-Anhänger,
die man am grellen Orange erkennt. Eine Band spielt,
Menschen rauchen Shisha, Kinder spielen Fangen.
Fortsetzung auf der nächsten Seite.
Im Schein der Wunderkerzen sieht man dicke Teppiche
in den Zelten, Kissen und Spirituskocher. Campingplatz-Atmosphäre
für die Ärmsten, die sonst unsichtbar in
den Randgebieten leben. Die Klänge aus Biel am
Hafen dringen bis zum Platz der Märtyrer.
Zigtausende feiern dort, in der Hochsicherheitszone,
unter dem Motto "I love life". Auch auf
dem Fest von Rosy Abdo, die Moderatorin bei Al Dschazira
ist, liegen die Flyer der "I love life"-Bewegung
mit dem prägnanten Herzen herum. Die Flyer, erzählt
einer, wurden von dem bekanntesten Werber der Stadt
erfunden, von Eli Khoury, dem Präsidenten von
Saatchi & Saatchi Levant - eine Kampagne, die
dem wankenden prowestlichen Regierungsbündnis
der Sunniten Fouad Siniora und Hariri jr., des Drusen
Walid Dschumblatt und des Christen Samir Geagea neuen
Aufwind geben soll. Ich kann mich nicht daran erinnern,
dass sich die junge Generation vor zwei Jahren so
kategorisch über ihre Konfession definiert hätte.
Gleichzeitig sind die Koalitionen von Regierung und
Opposition nicht mehr religiös, sondern politisch
motiviert. |
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"Ein ganzes Land und jeder Einzelne ist auf der
Suche nach einer Identität. Das reine Überleben
kann doch nicht alles gewesen sein. Wir haben große
Träume. Eines unserer Probleme ist, dass der
libanesische Traum größer ist als der Libanon",
sagt Rosys Mann, der Filmemacher Fouad Alayman. Im
Hintergrund läuft Latinopop, ein paar Leute tanzen,
andere sitzen um den großen runden Couchtisch,
eine Zigarette macht die Runde. "Im Ausland ist
der Libanese am besten, in der Anhäufung unerträglich",
spottet ein Texter mit schwarzem Rollkragenpullover
und markanter Brille.
Am nächsten Abend treffen wir zufällig die
Tochter des ermordeten Aktivisten Samir Kassir, kurz
nachdem wir an der Ampel neben der Erbin des Zeitungsverlags
Annahar, Nayla Tueni, standen, deren Vater Gibran
vor einem Jahr einem Attentat zum Opfer fiel. Die
Narben sind überall zu spüren. "Das
Kriegstrauma führt dazu, dass Kunst bei uns entweder
als Zeuge oder als Ablenkung funktioniert", sagt
auch der Dramaturg und Schauspieler und Videokünstler
Rabih Mroué.
Der Krieg ist in Beirut allgegenwärtig, obwohl
die offiziellen Kultureinrichtungen ihn zu verdrängen
versuchen. In den Museen und den meisten Ausstellungen
sucht man vergeblich nach modernen oder zeitgenössischen
Exponaten. Überall alte Vasen, Schmuck, Teppiche
und andere Handarbeiten, archivierte Heimatkunde.
Man hat in den Kriegen die eigene Geschichte verloren
und auch vergessen, deshalb die Nostalgie und Orientierungslosigkeit
- so versuchen das manche hier zu erklären.
Die Galerie von Andrée Sfeir-Semler, die in
Deutschland lebt, gehört zu den Ausnahmen. Viele
betonierte Koffer stehen in dem großen weißen
Raum - eine Arbeit des Newcomers Rayyane Tabet, dessen
Familie jahrzehntelang ihre ständig gepackten
schweren Notfallkoffer bei sich führte. Auch
eine Installation von Bernard Khoury ist hier zu sehen.
Wer seine verfremdete Stadtlandschaft Beiruts auf
den acht Bildschirmen in der Multimedia-Skulptur entdecken
will, muss sich zu ihr hochziehen lassen. Der neununddreißigjährige
Architekt und Objektkünstler ist weit über
die Landesgrenzen hinaus berühmt und gehört
zu den wenigen Menschen, die mittags Zigarre rauchen
können, ohne neureich zu wirken. "Das politische
Chaos hält uns gefangen, weil wir uns nicht von
den Clans und Parteien lösen", sagt er,
als ich ihn in seinem Studio besuche.
Ich verabschiede mich und treffe gleich den nächsten
Herrn Khoury; offenbar ist der Name so etwas wie Müller
oder Schmidt im Deutschen. Elias Khoury leitet die
Literaturbeilage der Zeitschrift "Annahar"
und gehört zu den einflussreichsten arabischen
Schriftstellern und Kommentatoren. Die nächsten
Monate wird er an der New Yorker Columbia University
lehren. "Wir sind die Opfer der Opfer",
erklärt er die Beziehung seines Landes zu Israel.
"Beide Seiten müssen begreifen, dass den
anderen zu zerstören immer bedeutet, sich selbst
zu zerstören. Solange das nicht klar ist, bleiben
wir dekonstruierte Seelen in einer dekonstruierten
Gesellschaft." Für andere Staaten sei ein
instabiler Libanon als Drehscheibe politischer Transaktionen
nützlicher als ein gefestigter. "Weder unsere
arabischen Nachbarn noch westliche Mächte haben
ein Interesse daran, dass sich unsere Situation verbessert."
In dieser Hinsicht ist die intellektuelle Linke mittlerweile
nicht mehr weit von der Position des Hizbullah-Führers
Hassan Nasrallah entfernt, bemüht sich aber zum
Glück stärker um einen Konsens mit Israel.
Warum gewinnen radikale Konzepte im einst pluralistischen
Libanon immer mehr an Boden? Ich treffe Ahmad Haydar.
Er ist einer der Ingenieure, die für die Hizbullah
die Zerstörungen des vergangenen Sommers bemessen
haben. Er führt mich durch die ausgebombten Straßenzüge
der südlichen Vorstädte. Noch immer türmen
sich dort Trümmer und verrottendes Mobiliar.
Ein Telefonhörer hier, eine verkohlte Puppe da.
"Die ersten Wochen stank es hier erbärmlich
nach verwesenden Leichen, Lebensmitteln und aufgerissener
Kanalisation", erinnert er sich. "Die Regierung
hat den Menschen nicht geholfen. Wer weiß, wo
die Spendenmilliarden abgeblieben sind?" Dafür
habe Iran über die Hizbullah jedem zerstörten
Haushalt innerhalb weniger Tage zwölftausend
Dollar überwiesen. "Und wer heute in der
Innenstadt demonstriert, bekommt noch einmal sechzig
Dollar pro Tag."
So wird Politik gemacht, vor allem gegen Israel und
die prowestliche Regierung. Sechzig Dollar sind viel
Geld. Für sechzig Dollar skandieren die Armen
auch schon mal Parolen mit, die am Ende zur Rückkehr
der syrischen Macht in den Libanon führen. Zum
Ende einer Freiheit, die aber nie die Freiheit aller
war, sondern nur die Freiheit einer Elite, deren Jeunesse
dorée feiert, was das Zeug hält, während
die Armen nicht mal Strom in ihren Häusern haben.
Wir fahren zu Ahmad Haydar nach Hause: Er wohnt in
einem Penthouse, in dem uns seine junge, verschleierte
Frau bewirtet. Ihre Pfennigabsätze hallen auf
dem Marmorboden. "Wissen Sie, dass Rafik Hariri
vor seinem Tod ein Geheimabkommen mit Nasrallah eingegangen
war, wonach er für die Wirtschaft und die Hizbullah
für die Verteidigung zuständig sein sollte?
Welches Interesse hätten wir an seinem Tod gehabt?",
doziert Haydar. "Der schwache Fouad Siniora lässt
sich vom Westen leichter instrumentalisieren. Es wird
Zeit für eine einheitliche Regierung; eine Koalition
aus der bestehenden und der Opposition." Er spricht
schnell und aufgebracht über die Geschichte des
Konflikts und die Zukunft und versucht mich nach Kräften
zu beeinflussen. Aber mitten in der Unterhaltung kommt
sein siebzehnjähriger Sohn Mohammad ins Zimmer;
er studiert BWL, trägt lange Locken und Converse-Schuhe
und sieht aus wie der perfekte amerikanische Highschoolboy.
"What's up?", sagt er mit amerikanischem
Akzent; bald will er in die Vereinigten Staaten, seinen
Master machen. Man ist flexibel im Umgang mit der
Kultur des politischen Gegners.
Später holt mich der Musikproduzent Guy Manoukian
ab. "Warum warst du Silvester nicht im B018?",
fragt er. "Unsere Party war die beste. Stripperinnen
kamen in einem Käfig herunter. Skandal! Topless
ist im Libanon verboten. Ganz Arabien spricht darüber!"
Wir fahren nach Gemmeyzeh, in die Ausgehmeile, die
nur wenige Minuten von den Demonstrationen entfernt
liegt. Beautysalons hinter Natodraht: Die Extreme
sind in Beirut aufs absurdeste miteinander verflochten,
und man kann nur hoffen, dass dies nicht die letzten
Tage des großen Festes sind, das Beirut einmal
war.
Kastentext:
Tanzen auf dem Vulkan
Beirut ist ein Symbol für die Vernichtung der
arabischen Welt. Allein der Libanon-Krieg 2006 kostete
mehr als 1100 Menschen das Leben. Gut zwölf Millionen
Libanesen befinden sich im Exil, dreimal mehr, als
im Zedernstaat selbst leben. Doch die Stadt ist immer
noch der Fluchtpunkt für Intellektuelle, die
hier die Überbleibsel der Utopie einer modernen,
liberalen arabischen Gesellschaft suchen und eine
bedrohte Kultur pflegen. Und weil dies möglicherweise
die letzten Tage der Freiheit sind, haben Intellektuelle
und Radikale den Jahresanfang besonders ausgiebig
gefeiert.
Bildunterschrift: Außenposten des Westens: In
der Nacht auf den 1. Januar 2007 wird im Beiruter
Club "B018" getanzt. Am nächsten Morgen
dröhnen schon antiwestliche Demonstranten durch
die Straßen.
Foto AFP.
Foto Reuters.
Das Gesicht der Nacht: In der Dunkelheit, wenn die
Lichter angehen, ist Beirut am schönsten - aber
die Bedrohungen verschwinden auch dann nicht. Foto
Guido Alberto Rossi/Bildagentur-Online
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